Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
123
Einzelbild herunterladen
 

123

haben. Die tiefe und trinmphircnde Gcnugthnnng,womit ein Mann, welcher sich bewußt ist, nicht nm-onst gelebt zn haben, und der Welt ein Erbe, einenSchatz von Aufklärung oder Lebensgenuß zn hintcr-laffcn an^ frühere Kämpfe znrückschant, ist eine derbcglückcndsten Empfindungen, deren das Bcwnßtscpnfähig ist. Was sind auch in der That die kleinenFehler, die wir als Individuen uns zn Schuldenkommen lassen, die nur einen kleinen Kreis berühren,und deren Folgen mit unserem Tod anfhören, gegendas unberechenbare und ewig dauernde Gute, das wirals Männer der Ocffcntlichkeit durch ein Buch oder einGesetz wirken können! Glauben Sic mir, der All-mächtige, der alles Gntc-und alles Böse, das seineGeschöpfe thun, in gerechter Wage abwägt, wird dieerhabenen Wehlthäter der Welt nicht mit derselbenStrenge richten, wie jene Drohnen der Gesellschaft,die keine großen der Menschheit geleisteten Diensteaufzuwciscn haben bei der Abrechnung der Ewigkeit,als Gegengewicht gegen die Schuld ihrer kleinenSünden. Diese Dinge recht erwogen, Maltravers,werden Sie Sich durch alle Antriebe, die einen hoch-finnigen Geist und einen reinen Ehrgeiz spornen kön-nen, bewogen finden, ans der wollüstigen Trägheitdes literarischen Spbaritcn sich anfznraffen und inder großen Altis der Welt mannhaft um einen rühm-lichen Preis zn kämpfen."

Nie noch hatte sich Maltravcrs so geschmeichelt,sich so zu hohen Entschlüssen angcspornt gefühlt. Die