Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
98
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Sylphide, die Einen nie als in Traumgesichtcn be-sucht." Maltravcrs dnrchsah seine eigene» Dichtungenund warf sic ins Feuer. Er schlief in dieser Nachtunruhig. Sein Stolz war ein wenig gcdcmiithigt. Eswar ihm wie einer Schönheit, die eine Karikatur vonsich gesehen.

Drittes Lapitel.

Stets folge dem gesunden Sinn, der Seelejeder Knust.

Pope. Moralische Versuche. IV.

Ernst Maltravcrs widmete viel von seiner Zeitdem Umgang mit der Familie Montaigne. Zn keinerPeriode des Lebens sind wir zugänglicher für das Ge-fühl der Freundschaft als in den Zwischenräumen gci-_ stigcr Erschöpfung, welche auf die Täuschungen derLeidenschaften folgen. Es liegt dann etwas Einladen-des in diesen sanfteren Gefühlen, welche den Puls desGcmüthslcbcns in Thätigkcit erhalten, ohne ihn dochfieberhaft aufzuregcn. Maltravcrs betrachtete mit demWohlwollen eines Bruders die glänzende, beweglicheund rastlose Theresa. Sic war diejenige Frau, in dieer sich unter allen auf der Welt am letzten verliebthätte denn sein glühendes, erregbares, aber nichtverletzbares und schwer zu befriedigendes Wesen