Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
124
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feierliche Beredsamkeit / die warme Aufmunterung die-ses gewöhnlich so kalten und schwer zu befriedigendenMannes rüttelte ihn aus wie ein Trompetcnton. Erblieb stehen, sein Athcm stockte, seine Wange flammte.De Montaigne," sagte er,Ihre Worte haben tau-send Zweifel und Bedenklichkeiten in mir wcggera'umt sie sind mir tief ins Herz gedrungen. Zum ersten-mal begreife ich jetzt, was der Ruhm ist was derZweck und was der Lohn der Anstrengung! Träume,Hoffnungen, sehnende Wunsche habe ich vielleicht früherschon gehabt seit Monckten hat sich ein neuer Geistin mir geregt. Ich habe gespürt, wie sich die Flügelvon der Schaalc losten. Aber Alles war verworren,dämmernd, unbestimmt. Ich zweifelte, ob cs weise scn,große Anstrengungen zu machen, da doch das Leben sokur; und der Genuß der Jugend so siist ist. Jetzt be-trachte ich das Lebe» nicht mehr anders den» als einenThcil der Ewigkeit, für welche wir, das fühle ich,geboren sind, und ich anerkenne die ernste, ehrwürdigeWahrheit, daß unsere Zwecke, wenn wir des Lebenswürdig scyn sollen, würdig scyn müssen solcher Wesen,in welchen das Lebcnsprinzip nie erlischt. Leben Sicwohl! komme Freud oder Leid - Glück oder Mißge-schick ich will ringen wcrth zu scyn ihrer Freund-schaft, wcrth ihrer Ermahnung!"

Damit sprang Maltravers in sein Boot, und baldentzogen ihn die Schatten der Nacht den ihm langnachschancndcn Blicken Montaignc's.