Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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ibcgann cr mit einiger Verlegenheit:Sie gehen, denkeich, nach London?"

Ich werde durchkommcn kann ich Ihnen einenAuftrag besorgen?"

Nnn, ja! meine Gedichte! Ich denke daranf siein England herauSzngebcn; Eure Aristokratie beschäf-tigt sich mit italienischer Literatur, nnd vielleicht ge-lingt cs mir vrn den Schönen nnd Vornehmen gelesenz» werden das ist das geeignetste Publikum siirDichter. Denn der gemeine Haufe den verachte ich."

Mein lieber Castrnccio, ich will cs ans michnehmen, den Versuch zu machen, ob ich Ihre Ge-dichte in London kann znm Druck bringen; abermachen Sic sich keine zn sanguinischen Hoffnungen. InEngland liest man wenig Poesie, selbst in unserereigenen Sprache, und gegen ausländische Literatursind wir schmählich gleichgültig."

Ja, gegen ausländische Literatur im Allgemeinen,da habt Ihr auch Recht aber meine Gedichte sindvon andrer Art. Die müssen Aufmerksamkeit erregenin einem feinen und gebildeten Kreis."

Gut; lassen Sic uns den Versuch machen; Siekönnen mir die Gedichte mitgcbcn, wenn wir scheiden."

Ich danke Ihnen," sagte Castrnccio in freudigemTon, drückte seinem Freund die Hand, und den ganzenübrigen Abend schien cr ein panz verwandelter Mensch;cr liebkoste sogar den Kindern und enthielt sich desHohnlächclns über die ernsten Gespräche seinesSchwagers.