Mißvergnügen und Verdruß darüber empfnndc», daßdie Familie Montaigne an Ernsts Gesellschaft so großesGefallen fand. j
„Wie koninit dicß?" fragte er oft sich selbst;„warum finden sic am Umgang dieses Fremden mehr IGeschmack als am mcinigcn! Meine Ideen sind eben Iso frisch, eben so originell; ich habe eben so viel ^Geist; nnd doch gesteht selbst mein trockener Schwagerseine Talente zn nnd prophezeit, daß er ein ausge-zeichneter Mann werden werde; während ich —Nein!der Prophet gilt Nichts in seinem Vatcrlandc!"
Der unglückliche junge Mann! sein Gemiith er-zeugte all das wirre Unkraut der kränklich - poetische»Stimmung, und das Unkraut erstickte die Blumen, dieder Boden, recht angebant, allein hätte tragen solle».Aber Castrnccio stand die Krisis im Leben bevor, inwelcher ein empfindlicher und poetischer Mann ent-weder sich faßt, oder nntcrgcht; die Krisis, in welcheran die Stelle der Empfindung die Leidenschaften trete»— in welcher die Liebe zu einem realen Gegenstanddie zerstreuten Strahlen des Herzens in einen Brenn-punkt sammelt ; aus dieser Probe konnte er als eingclänterteres nnd männlicheres Wesen hervorgche» —so hoffte Malrravcrs oft. Damals dachte Maltraverönoch nicht entfernt daran, wie eng verkettet mit seinemeigenen Schicksal dieser Abschnitt in der Geschichte desjungen Italieners scpn würde! Castrnccio suchte Mal-travers bei Seite zu ziehen, nnd indem er den Eng-länder durch den Wald hinter dem Hanse führte,