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nnrnhig, und mache mir Vorwürfe, in Ihrer ver-führerischen Gesellschaft Hn so lange vergessen z„haben."
„Es thnt mir wirklich leid, Sic zu verlieren/'sagte Herr von Montaigne mit größerer Wärme imTon als in den Worten. „Ich hoffe von Herzen, wirwerden nns bald wieder sehen; Sie kommen vielleichtnach Paris?"
„Wahrscheinlich," versetzte Maltravcrs, „und Sievielleicht nach England?"
„Ach, das wäre mir eine Frcndc!" rief Theresa.
„Nein, es wäre keine für Dich," sagte ihr Gatte;„England würde Dir gar nicht gefallen ; Dn würdestcs über die Maßen trübselig finden. Es ist eines derLänder, ans welche ei» Eingcborncr stolz scp» darf,aber die für einen Fremden keine Ergötzlichkcit haben,gerade darnni, weil sic den eigenen Bürger» so vielernste und anregende Beschäftigungen darbictcn. Dieangenehmsten Länder für Fremde sind solche, die fürdie Eingcborncn die schlechtesten sind — man nehmezum Beweis mir Italien — nnd umgekehrt."
Theresa schüttelte ihre dnnkcl» Locken nnd wolltesich nicht für überzeugt geben.
„Und wo ist Castrnccio?" fragte Maltravcrs.
„In seinem Boot ans dem See," antworteteTheresa. „Er wird untröstlich scyn über Ihre Abreise;Sic sind der einzige Mensch, den er versteht oder derihn versieht — der einzige Mensch in Italien — ichhätte beinahe gesagt: in der ganzen Welt."