Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
113
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ergriffen worden, die ihn an den Rand des Grabesbrachte; nnd mit einem Herzen, das durch die körper-liche Erschöpfung weicher gestimmt war, schrieb er jetztin den ersten Augenblicken der Wicdcrgcncsnng anMaltravcrs, benachrichtigte ihn von seinem KrankhcitS-anfall, von seiner Lebensgefahr, nnd drang von neuemin ihn, heimzukommcn. Der Gedanke, daß Clcvcland,der thenrc, gütige, zärtliche Pfleger seiner Fügend,dem Tod nahe gewesen wie leicht cs hätte geschehenkönnen, daß er nicht mehr über diese mildsorgendcHand sich beugen, nicht mehr ans diese väterlicheStimme Antwort geben dürfen, erfüllte Ernsts Herzmit Schrecken und Rene. Er entschloß sich augenblick-lich nach England zurückznkchrcn, nnd traf demgemäßseine Vorbereitungen.

Er kam, bei der Familie Montaigne Abschied zunehmen. Theresa war damit beschäftigt, ihr ältestesKind lesen zu lehren, nnd wie sic so an dem offenenFenster der Villa dasaß, in ihrem hübschen, kunstlosenMorgcnanzug, nnd das zarte, aber kecke nnd gesundeGesicht des kleinen Knaben furchtlos sich dem ihrigenzuwandtc, während sic halb ernsthaft halb lachend ihn in die Geheimnisse deö Bnchstabircns cinzn-weihcn bemüht war, da machten der hübsche Knabennd die schöne, junge Mutter ein entzückendes Bild.Montaigne las in den Versuchen seines berühmtenNamensbruders, den er, ich weiß nicht mit welchemRechte, unter seinen Vorfahren zu zählen sich rühmte.Von Zeit z» Zeit sah er von dem Buch auf, nur