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„Sic sind noch sehr jung," sagte Maltravcrs;„wie Wenige in Ihrem Alter dürsten überhaupt nachRuhm? Dieser erste Schritt ist vielleicht schon der halbeWeg zum Preis."
Ich möchte nicht verbürgen, daß Ernst genau sodachte wie er sprach; aber cs war der zarteste Trost,den er einem Mann bieten konnte, dessen heftige Offen-herzigkeit ihn in Verlegenheit setzte, und ihm wehethat. Der junge Mann schüttelte ungläubig und hoff-nungslos den Kopf. Maltravcrs suchte den Gegenstanddes Gesprächs zu ändern — er stand ans, ging demBalkon zu, der über den See hinausragtc — er sprachvon der Witterung — er pries die ausnchmcnh schöneUmgebung — er deutete, mit dem Auge und Geschmackeines Mannes, der die Natur in ihren Einzclnhcitcnbelauscht, auf die kleineren und verborgeneren Schön-heiten der Umgegend hin. Der Dichter wurde belebterund munterer; er wurde sogar beredt; er zitirte Poesieund sprach in Poesie. Maltravcrs ward mehr undmehr für ihn intcrcssirt. Er ward neugierig zu er-fahren, ob seine Talente seinem Streben gleich kämen;er ließ gegen Cäsarini den Wunsch blicken, seine Ar-beiten zu sehen — das war cs gerade, worauf derjunge Mann wartete. Der arme Cäsarini! Es warihm etwas Großes, einen neuen Zuhörer zu gewinnen,und er hegte den treuherzigen Wahn, jeder wohl-meinende Zuhörer müsse auch ein warmer Bewundererscpn. Aber mit der Seinesgleichen gewohnten Sprödig-keit stellte er sich an, als bedenke, als sträube er sich;