Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Sic sind noch sehr jung," sagte Maltravcrs;wie Wenige in Ihrem Alter dürsten überhaupt nachRuhm? Dieser erste Schritt ist vielleicht schon der halbeWeg zum Preis."

Ich möchte nicht verbürgen, daß Ernst genau sodachte wie er sprach; aber cs war der zarteste Trost,den er einem Mann bieten konnte, dessen heftige Offen-herzigkeit ihn in Verlegenheit setzte, und ihm wehethat. Der junge Mann schüttelte ungläubig und hoff-nungslos den Kopf. Maltravcrs suchte den Gegenstanddes Gesprächs zu ändern er stand ans, ging demBalkon zu, der über den See hinausragtc er sprachvon der Witterung er pries die ausnchmcnh schöneUmgebung er deutete, mit dem Auge und Geschmackeines Mannes, der die Natur in ihren Einzclnhcitcnbelauscht, auf die kleineren und verborgeneren Schön-heiten der Umgegend hin. Der Dichter wurde belebterund munterer; er wurde sogar beredt; er zitirte Poesieund sprach in Poesie. Maltravcrs ward mehr undmehr für ihn intcrcssirt. Er ward neugierig zu er-fahren, ob seine Talente seinem Streben gleich kämen;er ließ gegen Cäsarini den Wunsch blicken, seine Ar-beiten zu sehen das war cs gerade, worauf derjunge Mann wartete. Der arme Cäsarini! Es warihm etwas Großes, einen neuen Zuhörer zu gewinnen,und er hegte den treuherzigen Wahn, jeder wohl-meinende Zuhörer müsse auch ein warmer Bewundererscpn. Aber mit der Seinesgleichen gewohnten Sprödig-keit stellte er sich an, als bedenke, als sträube er sich;