Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
93
Einzelbild herunterladen
 

93

singe ich nur, um mir das Herz zu zerbrechen durcheinen falschen und schwcrmüthigcn Wetteifer mit andernWeifen."

Es gibt in allen Ländern Epochensagte Mal-travcrs begütigend,wo gewisse Zweige der Literatur. außer Ansehen und Beifall sind, und wo kein Geniussie der Beachtung des Publikums aufdringen kann.Aber sie haben sehr einsichtsvoll vorhin gesagt, es gebezwei Richtcrstühle die der Zeit und des Publikums.Es bleibt Ihnen immer noch die Berufung an denerstcrcn offen. Eure großen italienischen Geschicht-schreiber schrieben für die Ungeboruen, ihre Werkewurden sogar erst nach ihrem Tode veröffentlicht. DieseGleichgültigkeit gegen den Ruhm zu Lebzeiten hat inmeinen Augen etwas Erhabenes an sich."

Ich kann cs ihnen nicht nachthun und siewaren auch keine Dichter," sagte Cäsarini mit scharferBetonung.Für Dichter ist Lob und Anerkennung dieunentbehrliche Nahrung, Nichtachtung ist ihr Tod."

Mein lieber Signor Cäsarini," sagte der Eng-länder thcilnehmcnd,geben Sie keinen solchen Ge-danken Raum. In einem gesunden Ehrgeiz sollte derzähe Stoff ausdauernder Lebenskraft liegen;,er mußaushalten und fortstrcben, und auf den Tag hoffen,der früh oder spät Allen anbricht, deren Anstrengungendie Krone verdienen."

Aber das ist vielleicht bei den meinigcn nicht derFall. Ich befürchte das manchmal cs ist ein gräß-licher Gedanke."

Dulwer's Romane. L-XIll.

7