sich vor ihm; aber da er keines Mcuschen Ansprüchenund Anmaßungen thätlich in den Weg trat, achtete esauch Niemand für nöthig, ihn einen Holzkopf zunennen. So war cs denn vor der Hand seinem Geistegestattet, in unbeeinträchtigter Ruhe sich seinen ihmvon der Natur vorgczcichnctcn Weg zu dem ihm vomSchicksal angewiesenen Felde der Thätigkcit zu bahnen.Er sing an, nachlässig und balbgleichgiiltig seine Ge-danken und Eindrücke aufzuzcichncn; was einmal aufdem Papier stand, wurde neuer Stoff zum Nachdenken;seine Ideen wurde» ihm selbst klarer, und das Blattwurde zum Spiegel, der das Abbild seiner eigenenZüge zurückwarf. Anfangs schrieb er schnell und ohneMethode. Er hatte keine Absicht, als sich zu unter-halten und seinem allzuvollc» Geist Luft zu machen;und wie bei dem Meisten, was junge Leute schreiben,betraf der Gegenstand ihn selbst zunächst angehendeInteressen. Wir fangen an mit dem kleinen Kern derLeidenschaft und der Erfahrung, um nachher den Kreisauszudchncn; und vielleicht sind die umfassendsten unduniversellsten Meister in Leben und Charakter anfäng-lich Egoisten gewesen. Tenn ein Mann, der Viel insich hat, besitzt eine wunderbar scharfe und empfäng-liche Wahrnchmungsgabc für seine eigene Existenz.Eine Person von Einbildungskraft und scharfer Auf-fassung hat in der That zehnmal mehr Leben als ei»stumpfer Mensch, und wenn er ein Herkules wäre. Ervervielfältigt sich in tausend Gegenständen, bringtJeden mit seinem Ich in enge Verbindung, lebt in
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