Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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O Lnniley, Ihr scpd unerträglich; Ihr denkt annichts als an Euer Selbst; und dicß Selbst bedeutetbei Euch nichts als den thicrischcn Menschen."

Ei ja dach! ich glaube, ich habe meine» Sinnund Verstand," versetzte Fcrrcrs beschwichtigend;ichkenne die Philosophie des Lebens. Alle «»gefiedertenzweibeinige» Geschöpfe sind Thicrc, denke ich. Hättedie Vorsehung mich zu einem Grasfcsser gemacht, sohätte ich mich von Kräutern genährt; wenn zu einemWiederkäuer, so hätte ich eben meine Mahlzeit nocheinmal dnrchgcmacht; nun sic mich aber hat ein fleisch-fressendes, knchcnvcrständiges und mit Lachmnskcl» aus-gerüstetes Thier werden lassen, verzehre ich eine Cotc-lctte, schimpfe über die Sauce und lache über Euch;und Das nennt Ihr selbstsüchtig!"

Es war spat Mittags, als Maltravcrs sich imPallast der Frau von St. Vcntadonr cinfand. Er warüberrascht aber angenehm als er bemerkte, daßer, und zwar zum erstenmal, Zutritt erhielt in dasAllcrhciligstc, welches den abgedroschenen und gemeinenTitel Boudoir führt. Aber der Frau von St. Ven-tadour Morgenzimmer-, wo sic las, sann und schrieb,war sehr unähnlich den seidene» Gemächern, welchejenen Namen tragen. Es war ein hohes Gemach, mitBüchern wohl versehen, und mit keuscher und einfacherAnmnth hcrgcrichtct mehr dem Gemach einer Cor-nelia, als einer Aspasia gleichend.

Valerie war nicht anwesend; und Maltravcrs,

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