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„O Lnniley, Ihr scpd unerträglich; Ihr denkt annichts als an Euer Selbst; und dicß Selbst bedeutetbei Euch nichts als den thicrischcn Menschen."
„Ei ja dach! ich glaube, ich habe meine» Sinnund Verstand," versetzte Fcrrcrs beschwichtigend; „ichkenne die Philosophie des Lebens. Alle «»gefiedertenzweibeinige» Geschöpfe sind Thicrc, denke ich. Hättedie Vorsehung mich zu einem Grasfcsser gemacht, sohätte ich mich von Kräutern genährt; wenn zu einemWiederkäuer, so hätte ich eben meine Mahlzeit nocheinmal dnrchgcmacht; nun sic mich aber hat ein fleisch-fressendes, knchcnvcrständiges und mit Lachmnskcl» aus-gerüstetes Thier werden lassen, verzehre ich eine Cotc-lctte, schimpfe über die Sauce und lache über Euch;und Das nennt Ihr selbstsüchtig!"
Es war spat Mittags, als Maltravcrs sich imPallast der Frau von St. Vcntadonr cinfand. Er warüberrascht — aber angenehm — als er bemerkte, daßer, und zwar zum erstenmal, Zutritt erhielt in dasAllcrhciligstc, welches den abgedroschenen und gemeinenTitel Boudoir führt. Aber der Frau von St. Ven-tadour Morgenzimmer-, wo sic las, sann und schrieb,war sehr unähnlich den seidene» Gemächern, welchejenen Namen tragen. Es war ein hohes Gemach, mitBüchern wohl versehen, und mit keuscher und einfacherAnmnth hcrgcrichtct — mehr dem Gemach einer Cor-nelia, als einer Aspasia gleichend.
Valerie war nicht anwesend; und Maltravcrs,
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