46
im Alter. Wen» Du aber Deine Aufgabe erfüllenwillst, mußt Du bald Deine Lehrjahre antrctcn. Laßmich bald sehen, daß Dn arbeitest und strebst — ei-nerlei was? und zu welchem Ziel? Sc- thätig undwirke Etwas — das ist Alles, was ich von Dir ver-lange.
„Ich wollte, Dn könntest Dein altes Landhaussehen; cs hat ein ehrwürdiges und malerisches Aus-sehen und während Deiner Minderjährigkeit hat manden Ephcn cs auf drei Seiten überwachsen lassen.Montaigne hätte darin leben können.
Lebe wohl, thenerstcr Ernst,
Dein ängstlich und zärtlich besorgter VormundFrcdcrick Clcveland."
„Nachschrift. Ich schreibe dermalen ein Buch —es wird mich zehn Jahre lang in Anspruch nehmen —cs beschäftigt, aber ermüdet mich nicht. Schreibe Duauch ein Buch."
- Maltravers war eben mit diesem Brief fertig, alsFcrrcrs ungeduldig cintrat. „Wollt Ihr ansrcitcn?"sagte er. „Ich habe das Frühstück fortgcschickt; ich sah,daß das Frühstücken heute eine nichtige Hoffnung sc- —wahrhaftig, mein Appetit ist vergangen."
„Bah!" sagte Maltravers.
Bah! hm, ich meines Thcils habe wohlerzogeneLeute gern."
„Ich hatte einen Brief von Clcveland erhalten."
„Und was Henkers hat das mit der Chokoladczu thun?"