Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
38
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Wirklich!" sagte Valerie mit ungchcucheltcr Nc-bcrraschnng, denn sie wußte nicht, daß er ihr so nahewar. Indem sic sprach, fing sic (ein sehr gewöhnln-ches Francn-Mittcl!) die Blumen aus der Vase zwi-schen ihr und Maltravers zu zerpflücken an I Welch'kleine, zarte, fast durchsichtige Hand! MaltravcrSstarrte die Hand an, dann das Gesicht, dann wiederdie Hand. Alles begann ihm vor de» Augen zuschwimmen und unwillkürlich, wie von einer unwider-stehlichen Macht getrieben, hatte er im nächsten Au-genblick ihre Hand mit der seinigcn ergriffen.

Verzeihung Verzeihung," sagte er mit be-bender Stimme;aber dieser Jrrthnm ist das Ge-fühl, das ich für Dich empfinde!"

Valerie heftete ihre großen, strahlenden Augen aufihn und antwortete nicht.

MaltravcrS fuhr fort:Schilt mich, verachte mich,hasse mich, wenn Du willst. Valerie, ich liebe Dich!"

Valerie zog ihre Hand zurück und blieb noch immerschweige« d.

Sprich," sagte Trust sich vorwärts beugend,nurEin Wort zu mir, ich flehe Dich an, sprich zu mir!"

Er hielt innc; noch immer keine Antwort; erhorchte athcmlvs er vernahm ihr Schluchzen. Ja!Diese stolze, kluge, vornehme Weltdame war in diesemAugenblick so schwach und weich, wie das einfachsteMädchen, das je einem Liebenden sein Ohr lieh. Aberwie ganz anders waren die Gefühle, die sie schwach