37
mit Bewunderung in der Stimme und im Auge; „Siesind ein sonderbarer Mensch. Andere wären geheiltworden durch Verlieren; Sic wurden es durch Ge-winne». Es ist etwas Schönes darum, Grundsätze zuhaben in Ihren» Alter, Mr. Maltravcrs."
„Ich besorge, cs war mehr Stolz als Grundsatz,"versetzte Maltravers. „Ter Jrrthnm ist manchmal snß;aber cS gibt keine Qual wie einen Jrrthnm, dessenman sich zu schämen hat. Ich kann mich nicht dazuentschließe», für mich selbst zu crröthcn."
„Ach!" lispelke Valerie, „das ist das Echo in ei-nes Herzens!" Sie stand ans und ging an's Fenster.Mältravers besann sich eine» Augenblick und folgte ihrdann. Vielleicht sah er halb und halb in ihrer Be-wegung eine» einladenden Wink.
Da lag vor ihnen die stille Straße mit ihremschwachen und dürftigen Licht; in der Ferne »nachteneinige wenige Sterne, durch eine ungewöhnlich nm-wolkte Atmosphäre sich durchkänipfcnd, das brausendeMeer thcilwcise sichtbar. Valerie lehnte sich gegen dieWand und die Fcnstcrvorhängc verbargen sie allenGästen außer Maltravers; und zwischen de» beidenwar eine große Marmorvasc voll Blumen; in diese»»halben Lichte erschien Valeriens so schöne Wange blaßund sanft nnd wehmnthig ernst. Maltravcrs hatte sichnoch nie so verliebt in die schöne Französin gesuhlt.
„Ach Madame!" sagte er sanft, „Einen Jrrthnmgibt cS — »venu cs einer ist, der mich nie eine Be-schämung kosten kann,"