Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
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und dic dem Vorwurf der Oberflächlichkeit und derFrivolität thcils durch ciuc vollcudcte Bekanntschaftinit dem geselligen System, in welchem sic sich be-wege», und thcils durch ein halbvcrhcimlichtes, rüh-rendes Mißvergnügen über dic Armseligkeiten, anwelche sic ihre Talente und Neigungen verschwende»,entgehen. Das sind die Frauen, die nach einer infalschem Genuß vergeudeten Jugend oft ihr Lebe» infalscher Frömmigkeit beschließen. Es ist eine Klaffe,welche de» Standen und Ländern eigen zu scyn Pflegt,in welchen man das glänzende und unglückliche Wesen:eine Frau ohne eine» Hcimathkreis schimmernund verkümmern sieht!

Nun war dicß, diese Valerie von St. Vcntadour,ein Wesen von einer Gattung, welche MaltravcrS nochnie hatte in der Nähe kenne» lernen, und MaltravcrSwar vielleicht für dic Französin eine eben so neueErscheinung. So erfreuten sic sich beide an der Ge-sellschaft von einander, obgleich cs sich so fügte, daßsic nie eines Sinnes waren.

Fran von St. Ventadonr ritt gern und Maltra-vcrs war Einer ihrer gewöhnliche» Begleiter Einer,denn sic nahm zn viel Rücksicht auf das Wohlanstän-dige, als daß sic sich hätte von einem einzigen Cavalicrbegleiten lassen. Und o dic schönen Gegenden, welchesic auf ihren täglichen Ausritten durchstreiften!

MaltravcrS war ein trefflicher Gelehrter. DicSchätze der unsterblichen Tobten waren ihm so ver-trant wie seine Muttersprache. Dic Poesie, dic Phi-