Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
126
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beim Erwachen. Morgen! warum lächelst Du nicht?Morgen, Lieber! ist nicht Morgen ein seliges Wort?Grausamer! Du willst mich immer noch strafe», daß Dumeine Freude nicht theilst! Ha! steh nur unfern Kleinen,wie er mir ins Auge lacht! Ich will mit dem reden!Kind, Dein Vater ist znrückgekommen!"

lind das Kind in ihre Arme nehmend, und sich ineiniger Entfernung von Zanoni hinsetzend, wiegte sie esan ihrer Brust hin und her, und plauderte mit ihm undküßte es zwischen jedem Worte; und lachte und weinte ab-wechselnd heftig, wie sie hin und wieder einen schalkhaftfröhlichen Blick über ihre Schulter auf den Vater warf,dem die erbleichenden Sterne trüb ihr letztes Lebewohlznlächelten. Wie schön war fle, wie sie so da saß, Nichtsahnend von der Zukunft! Selbst noch halb ein Kindihr Kind lachend bei ihrem Lachen zwei sanfte, tän-delnde Wesen am Rande des Grabes! lieber ihren Halsfiel, wie fle sich niederbeugte, wie eine goldene Wolke ihrüppiges Haar; es bedeckte ihren Schatz wie ein Schleiervon Licht; und des Kindes Händchen schoben ihn von Zeitzu Zeit zurück, um unter den getrennten Locken hervor zulächeln, und dann wieder sein Gefichtchcn zu bedecken, undwieder hervor zu lauschen und zu lächeln. Es wäre grau-sam gewesen, diese Freude zu dämpfen, noch grausamersie zu theilen.

Viola," sagte Zanoni endlich,erinnerst Du Dichnoch, wie Du einst, als wir bei der Höhle auf den mond-beglänzten Strand auf unserer Brantinsel saßen, Du mich