Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
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klar machen kann. Und sieh, wie Dein Kind mit einemBlick sie alle beantwortet!"

Und wirklich schien das Gesicht dieses wunderbarenKindes ganz strahlend in stummer, unergründlicher Freude.ES war, als erkannte es seinen Vater; es hing siches drängte sich an seine Brust, schmiegte sich fest daran,heftete dann seine Hellen Augen auf Viola und lächelte.

Beten für mein Kind!" sagte Zanoni traurig;dieGedanken sehnsüchtiger, nach dem Höheren strebendenSeelen sind alle Gebet!" Und sich zu ihr sehend, be-gann er ihr Einiges von den heiligeren Geheimnissenseines erhabenen Wesens zu enthüllen. Er sprach von demerhabenen und innigen Glauben, aus dem allein die gött-lichere Erkenntniß entspringen kann dem Glauben, der,überall das Unsterbliche sehend, den Sterblichen, der essieht, reinigt und erhöht dem herrlichen Ehrgeize dernicht unter den Ränken und Verbrechen der Erde heimischist, sondern unter jenen hehren Wundern, welche nichtvon Menschen, welche von Gott zeugen von jenerMacht, die Seele von dem Staube loSzureiffen, welchedem Auge der Seele seine scharfe Sehkraft gibt, nnd denFlügeln der Seele das grenzenlose Reich eröffnet vonjener reinen, strengen und kühnen Einweihung, aus wel-cher die Seele, wie aus dem Tod, hervorgeht zur klarenAnschauung ihrer Verwandtschaft mit den Urprincipiendes Lebens und Lichtes, so daß sie ihre Wonne in ihremeigenen Bewußtseyn des Schönen findet; in der friedlichenReinheit ihres Willens ihre Macht; in ihrer Sympathie

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