Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
55
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schönen Quais. Die Seine strömte majestätisch dahin,mit Posten und Fahrzeugen ihren Spiegel bedeckt. DieSonne vergoldete tausend Thürme und Giebel, und schim-merte auf den weißen Palästen eitles gefallenen Ritter-thumS. Hier blieb er erschöpft und keuchend eine Weilestehen, und eine kühlere Lust vom Fluß her fächelte seineStirne.Eine Weile wenigstens bin ich hier sicher," mur-melte er; und wie er so sprach, gewahrte er, etwa dreißigSchritte hinter sich, den Spion. Er itand wie angewur-zelt; ermüdet und erschöpft hielt er es nicht mehr für mög-lich zu entfliehen ans einer Seite war der Fluß, undkeine Brücke in der Nähe, und auf der andern eine langegeschloffene Häuserreihe. Wie er so stand, hörte er Ge-lächter und obscöne Lieder aus einem Hause ein wenighinter ihm, zwischen ihm und dem Spion. ES war einCafe, in diesem-Quartier fürchterlich bekannt. Hieherkamen oft die schwarzen Banden HenriotS, die Günstlingeund Huissicrs RobeSpierre'S. So hatte also der Spiondas Opfer den Hunden in den Rachen gehetzt. Der Mannschritt langsam vorwärts, blieb vor dem offenen Fensterdes Cafe stellen, und streckte den Kopf hinein, als wollteer die Bewaffneten drinnen Herausrufen.

In diesem Augenblick, während der Kopf des Spionsvon ihm weggewandt war, sah er den Fremden, der ihngewarnt, unter dem halb offenen Thorweg des Hausesunmittelbar vor ihm stehen; die Gestalt, kaum zu erken-nen unter dem sie umhüllenden Mantel, winkte ihm einzu-treten. Er sprang geräuschlos durch die willkommene Oeff-