53
diel zu beachten, zweimal an sich hatte vorübergehen
sehen, als rr das HauS des Bürgers C-verließ.
Augenblicklich, instinktmäßig erkannte er, daß er beobach-tet , daß er verfolgt wurde. Die Straße, worin er sichbefand, war obstur und verödet, denn der Tag war drü-ckend schwül, und es war die Stunde, wo nur Wenige inGeschästeii oder zum Vergnügen auf den Straßen waren.So kühn er war, durchfuhr doch ein eisiger Schauer seinHerz. Erkannte das damals in Paris herrschende fürchter-liche System zu gut, um nicht seine Gefahr zu ahnen.Was der Anblick der ersten Pestbeule für das Opfer derPest, war der erste Anblick des schattenhaften Spions fürdas der Revolution — die Beobachtung, die Verhaftung,das Verhör, die Guillotine — dieß waren die regelmäßi-gen, raschen Schritte des Ungeheuers, das die AnarchistenGesetz nannten. Er athmete schwer, er hörte deutlichdas laute Schlagen seines Herzens. Und so blieb er stehen,still und regungslos, den Schatten anstarrend, der auchhinter thm Halt machte!"
Augenblicklich belebte die Einsamkeit der StraßenRNd der Umstand, daß her Spion ohne allen Beistand war,seinen Muth wieder: er machte einen Schritt gegen seinenVerfolger, der sich zurückzog, wie er ihm näher kam.»Bürger, Du folgst mir," sagte er. „Dein Anliegen?"
„Wahrhaftig," versetzte der Mann mit einem ent-schuldigenden Lächeln, „die Straßen sind doch breit genugfür uns Beide? Du bist kein so schlechter Republikaner,ganz Paris für Dich allein haben zu wollen?"