Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
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tretend, mit meinem Kinde verkehren! Hier, in diesemsegensvollsten, symbolischsten nnd geheimnißreichsten allerVerhältnisse scheint die Natur selbst das zu gewähren,was die Wissenschaft verweigern möchte. Kein Rann, kanndes Vaters wachsame Seele von seines ErstgeborenenWiege scheiden! Ich weiß Nichts von seinem Aufent-haltsort -und seiner Heimath meine Gesschte stellennicht das Land dar nur das kleine und zärtliche Leben,dessen Erbtheil auch aller Raum ist. Denn für das Kind,ehe die Vernunft ihm dämmert, ehe des Menschen böseLeidenschaften das Wesen trüben, welches er mitbringt vondem Element, dem eS entstammt, gibt es kein besonderesVaterland, keine Heimathstadt^, keine sterbliche Sprache.Seine Seele ist noch Bürgerin aller Lüfte und jeder Welt,und im Raume begegnet seine Seele der meinigen dasKind werkehrt mit seinem Vater! Grausame, die du michverlassen um deren willen ich der Weisheit der Sphä-ren entsagte, du, deren unheilvolle Mitgabe die Schwächeund Angst der Menschheit war konntest du glauben,diese junge Seele .sep minder sicher ans Erden, weil ichsie immer mehr zu», Himmel führen wollte? Glaubtestdu, ich könnte mein eigen Fleisch und Bein verletzen?Wußtest du nicht, daß in seinen wunderklaren Augen dasLeben, das ich ihm gegeben, warnend und vorwurfsvollzu der Mutter sprach, die es an das Dunkel und dieSchmerzen des Kerkers von Staub fesseln wollte? Em-pfandest du nicht, daß ich eS war, der, unter des Him-mels Zulassung, eS vor Leiden und Krankheiten beschützte?