Druckschrift 
6 (1842)
Entstehung
Seite
6
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melten Tausende Dir näher rückte und zuflüsierte:Wahr-lich, kein Prophet kommt dem Dichter gleich! Diese Sceneerdichteten Grausens gemahnt mich wie ein Traum, derin einem Bilde meine eigene entfernte Zukunft abschat-tet!" Beim Eintritt in dieß Schlachthaus fällt mir jeneScene wieder ein, und die Stimme Cassandra's gellt mirwieder im Ohr. Eine feierlich ernste, warnende Besorgnißumschwebte mich, als wäre auch ich gekommen ein Grabzu finden, nnd als hätte mich das Netz des Hades schonin sein Gewebe verstrickt! Welche dunkle Schatzkammernvon Wechsel und Jammer haben sich in unserem Gedächt-niß gebildet! Was ist unser Leben geworden, als die Ge-schichte des erbarmungslosen Todes! Es ist mir, als wärees gestern erst gewesen, daß ich in den Straßen dieserStadt der Gallier stand, wie fic von befiederter Ritter-schaft erglänzten, und die Lust in seidener Pracht rauschte-Der junge Louis, der Monarch und der Liebhaber, warSieger beim Tournier im Carouffel; nnd ganz Frankreichsuhlte sich glanzverhcrrlicht im Glanze seines prächtigenHerrn! Jetzt steht hier weper Thron mehr, noch Altar:nnd was ist an ihre Stelle getreten? Dort sehe ich esdie Guillotine! Es ist traurig unter-den Ruinen ver-modernder Städte zu stehen, die Schlange und.die Ei-dechse aufzujagen unter den Trümmern von PcrsepoliSund Theben: aber trauriger noch ist es, dazustehen, wieich der Fremde aus Reichen, die aufgehört haben zuseyn jetzt dastche unter den noch gransenhafteren Trüm-mern von Gesetz und Ordnung, die von den Menschen