Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
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als das friedliche, blutlose Einerlei Deines einsamenWeges. Du, der Du Nichts liebst, Nichts hassest, Nichtsfühlest! und durch die Welt wandelst mit geräusch- undfreudlosen Schritten eines Traumes!"

»Ihr irrtEuch," versetzte der Andere, der sich Mejnourgenannt hatte,obgleich ich mich nicht um Liebe küm-mere, und todt bin für jede Leidenschaft, welche die Söhnedes Staubes bewegt, bin ich doch nicht fühllos für ihreheiterem Genüsse. Mich begleiten den Strom der zahl-losen Jahre hinab nicht die stürmischen Wünsche der Ju-gend, wohl aber die ruhigen, geistigen Freuden des Al-ters. Mit Weiserlleberlegung entsagte ich der Jugend aufimmer, als ich mein Schicksal von dem der Menschentrennte. Laßt uns einander nicht beneiden, noch unsVorwürfe machen. Ich hätte gerne diesen Neapolitanergerettet, Zanoni (wenn Du Dich jetzt so nennen läßst),theils weil sein Großvater nur durch die letzte, luftigeSchranke von unsrer Brüderschaft getrennt war theilsweil ich weiß, daß in dem Manne selbst die Elemente desMutheö und der Kraft seiner Ahnen schlummern, die ihntn frühem Jahren befähigt hätten. Einer der Unsrigenzu werden. Die Erde trägt nur Wenige, denen die Naturdie Eigenschaften verlieh, die große Probe zu bestehen!Aber Zeit und Ausschweifung, welche die gröberen Sinnegesteigert, haben die Phantasie abgestumpft. Ich überlasseihn seinem Verhängniß."

lind also immer noch, Mejnour, hegt Ihr denWunsch, unfern Orden, der jetzt auf uns Beide allein