Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
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lichen Ruhe der Nacht! In der Musik des Schweigenssind tausend Abwechslungen. Die Männer, welche alleinin ganz Neapel wach schienen, waren Zanoui und der ge-heimnisvolle Fremde, der erst vor ein paar Stundenden Fürste» von-in seinem üppigen Palasie so er-

schreckt hatte.

Nein," sagte der Letztere,hattest Du die Annahmeder hohen Gabe verschoben, bis Du die Jahre erreicht,und alle die vereinsamenden Verluste und Beraubungendurchgcmacht hättest, welche mich erkälteten und ertödtc-ten, ehe meine Forschungen sie mir errungen hatten, sowürdest Du dem Fluche entgangen sehn, über den Du jetztklagst, Du würdest nicht trauern über die Kürze der mensch-liche» Neigung und Zärtlichkeit, verglichen mit der DauerDeines DascpnS; denn Du hättest dann den Wunsch undTraum der Frauenliebe selbst überlebt. Der Glänzendste,und ohne diese Verirrung vielleicht der Erhabenste des^ geheimen und hehren Geschlechts, das in der Schöpfungden Zwischenraum zwischen den Menschenkindern und denKindern des Emppräums anSfüllt, wirst Du JahrhundertumJahrhundcrtdie schimmernde Thorhett bereuen, welcheDir den Wunsch cingab, die Schönheit und die Leiden-schaften der Jugend in dte traurige Größe irdischer Un-sterblichkeit einzuführen."

Ich bereue es nicht, und werde es nie bereuen,"antwortete Zanoni.Das Entzücken und der Kummer'so wild durch einander gemengt, welche eine Bewegung^ und Abwechslung in mein Schicksal brachten, sind besser