Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
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mit raschen Schritten nach der bescheidenen Wohnung derSchauspielerin.

Die Entfernung war bedeutend und die Lust druckend.Glpndonkam erhitzt und athemloS an ihrer Thüre an. Erpochte; keine Antwort erfolgte. Er druckte die Klinke aufund trat ein. Er stieg die Treppen hinauf: kein Laut,kein Lebenszeichen begegnete dem Auge und dem Ohr.Im andern Zimmer, auf einem Tisch, lag die Guitarreder Schauspielerin und einige Nullen der LicblingSopernim Manuskript. Er blieb stehen, faßte endlich Muth, undtastete an der Thüre herum, die ins innere Gemach zuführen schien. Die Thüre war nicht zu, und da er drinnenkeinen Laut hörte, riß er sie auf. Es war das Schlafge-mach der jungen Schauspielerin, die heiligste Stelle füreinen Liebenden, und Wohl war der Platz der dort herr-schenden Gottheit entsprechend; einerseits war Nichts vondem Flitterstaat und den Siebensachen ihres Berufs dortzu sehen: und andererseits auch Nichts von der nachlässi-gen und schmutzigen Unordnung, welche bei den nieder»Ständen !m Süden so gewöhnlich ist. Alles war reinund einfach; selbst die Verzierungen waren die eines un-schuldigen Schönheitssinnes; einige wenige Bücher sorg-fältig auf Brettern aufgestellt, einige halbvcrwelkte Blu-men in einer thönernen Vase, in etrurischem Geschmackgeformt und bemalt. Das Sonnenlicht ergoß sich überdie schneeweißen Vorhänge des Bettes, und einige Klei-dungsstücke ans dem Stuhl daneben. Viola war nichthier; aber die Amme war sie auch fort? Er machte das