Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
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In der Einsamkeit seines Zimmers suchte Glyndonseine Gedanken wieder zn sammeln. Er setzte sich untenauf sein Bett hin und drückte die Hände sest auf die klo-pfenden Schläfen. Die Ereignisse der letzten paar Stun-den; die Erscheinung des riesenhaften und schattenartigenGenossen der mystischen Mächte unter den Flammen undWolken des Vesuvs; die seltsame Begegnung mit Zanontselbst an einem Orte, wo er nach gewöhnlicher Wahr-scheinlichkeitsberechnung nimmermehr errathen oder ver-muthen konnte, Glyndon zu finden, erfüllten sein Gemüthmit Bewegungen und Empfindungen, unter welchenSchrecken und Grausen am wenigsten vorherrschten. EinFeuer, das schon lange vorbereitet gewesen, war in sei-nem Herzen angezündet das Asbestseuer, das, einmalentflammt, sich nicht mehr löschen läßt. Alle seine frü-hem Bestrebungen sein Jugendehrgeiz sein Ver-langen nach dem Lorbeer, waren untergegangen in derEinen leidenschaftlichen Sehnsucht, die Grenzen des ge-wöhnlichen menschlichen Wissens zu überspringen und denhehren Ort zwischen zwei Welten zu gewinnen, wo dergeheimnißvolle Unbekannte seine Heimath zu haben schien.

Weit entfernt, daß die Erinnerung an die Erschei-nung, worüber er sich so entsetzt, ihn aufs neue mit §2"!^der erfüllt hätte, diente sie vielmehr nur dazu, seine Wiß-begier zu entzünden und in einen brennenden FokuS zu-sammenzudrängen. Er hatte richtig gesagt: die Liebesey aus seinem Herzen verschwunden! es warBulwer'S Romane. X6VU. 5