Druckschrift 
3 (1842)
Entstehung
Seite
49
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Sterne gewährten ihm ihre ermunternde Führung. KeineHemmung war sichtbar keine Gefahr schien in derNähe. Wie er so verzaubert und in panischem Schreckenwie an den Boden gefesselt dastand seine Brust arbei-tend große Tropfen von seiner Stirne rinnend unddie Augen wild ans ihren Höhlen hcrvorstarrend saf-er vor sich, in einiger Entfernung, allmälig immer deut-licher, vor seinem Auge sich gestaltend, einen kolossalenSchatten einen Schatten, der znm Theil von dermenschlichen Gestalt entlehnt schien, aber unermeßlich diemenschliche Größe überragend, schwankend, dunkel, bei-nahe formlos, und, er wußte selbst nicht wo oder wie,nicht nur von den Verhältnissen, sondern auch von denGliedern und Umrissen eines Menschen verschieden.

Die Glut des Vulkans, die vor dieser entsetzlichenund riesenhaften Erscheinung zurückzubeben und zusammcn-zusinken schien, warf dennoch ihr rvthes und stetiges Lichtauf eine andere Gestalt, die ruhig und regungslos dane-ben stand; und es war vielleicht der Contrast zwischendiesen Beiden dem Wesen und dem Schatten wasdem Betrachter den Unterschied zwischen ihnen demMenschen und dem Uebermenschlichen, so lebhaft fühlbarmachte. Es währte nur einen Augenblick, ja, nur denzehnten Theil eines Augenblickes, daß dieser Anblick demWanderer gestattet ward. Ein zweiter Strom von schwe-felichten Dämpfen verbreitete sich noch rascher, noch dich-ter als der erste, ans dxm Vulkan hervorbrechend, überden Berg; und entweder die Art der Ausdünstung oder