konnte — und am folgenden Morgen war sie für immerverschwunden!
SimonS Verlust war größer, als man hätte erwartenkönnen; denn außer einer ganz geringen Summe in derSparkasse hatte er, wieviele andre Geizige, Alles, waser besaß, in Noten oder baar Geld unter eignem Schloßund Niegel gehalten. Sein ganzes Vermögen war aller-dings weit geringer, als man glaubte; denn Geld er-zeugt kein Geld, wenn eö nicht auf Interessen angelegtwird; und der Geizhals betrog sich selbst. Was in Bank-noten steckte, hatte MrS. Borer vermuthlich die Klugheitzu vernichten; denn den Nummern, deren Simon sich er-innern konnte, kam man nie auf die Spur; das Gold —Wer konnte darauf schwören? Die Kleinigkeit in derSparkasse ausgenommen, und den ärmlichen Werth desHauses, das er vermiethcte, war der Vater, der die Magdbereichert, und den Sohn verbannt hatte, ein Bettler inseinem kindischen Alter! Diese Kunde jedoch ward ihmsorgsam verhehlt auf den Nath des Arztes) den der Ad-vokat aufseine eigne Verantwortlichkeit inSHaus gebrachthatte, bis er sich so weit erholt hatte, um ohne Gefahrden Schlag zu ertragen; und dieser Verzug begünstigtenatürlich die Flucht der MrS. Borer.
Simon blieb einige Augenblicke ganz betäubt undsprachlos, als man ihm diese Kunde eröffnet?. Fanny,voll Angst über seine zunehmende Bläffe, flog an seineBrust. Er stieß sie weg: „Geh — geh — geh, Kind!"
Vuiwer'S Romane. XVI. ^0