Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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erließ mit keinem Hauch Verdacht merken.Mrs. Borer,"sagte er schwach,ich glaube, ich könnte etwas Fleischbrühenehmen." MrS. Borer stand in großem Schrecken auf,machte leise den Schreibtisch zu, und eilte die Treppenhinab, die Fleischbrühe zu holen. Simon ergriff die Ge-legenheit, Fanny zu befragen; und sobald er die Opera-tionen der ErbschastSaspirantin erfahren, hieß er dasMädchen den Schreibtisch zuerst abschließen und ihm denSchlüssel bringen, und dann zu einem Advokaten laufen,dessen Adresse er ihr angab, und ihn augenblicklich her zubescheiden.

Mit einem boshaften Lächeln nahm der alte Manndie Fleischbrühe aus den Händen seiner Dienerin.Arme Borer, Ihr seyd ein uneigennütziges Geschöpf,"sagte er mit schwacher Stimme;ich glaube, Ihr werdetjammern, wenn ich dahin bin."

MrS. Borer schluchzte; und ehe sie sich erholt hatte,trat der Advokat ein. Noch an demselben Tage ward einneues Testament gemacht; und der Advokat setzte MrS.Borer höflich in Kenntniß, daß man ihrer Dienste vomnächsten Morgen an nicht mehr bedürfe, wo er eine Kran-kenwärterin in das Haus bringen werde. MrS. Borer hörtedies und faßte ihren Entschluß. Sobald Simon wiedereinschlief, schlich sie in das Zimmer führte Fanny hin-aus schloß sie in ihrem Zimmer ein kehrte wiederzurück, suchte den Schlüssel zu dem Schreibtisch, den sieendlich unter Simons Kopfkissen fand setzte sich inBesitz von Allem, was sie unter die Hände bekommen