zu ihren Gunsten gemacht, sie wußte, daß er dieß Testa-ment nicht abgeändert hatte; ste glaubte daher, trotz allerseiner Liebe für Fanny, liebe er doch sein Gold viel zu sehr,um sich mit dem Gedanken zu befreunden, es Händen zuhinterlaffen, die zu unbeholfen wären, den Schatz zu hüten.Dies hatte die Haushälterin einigermaßen auSgesöhnt mitder unwtllkommnen HauSgenosstn, die ste dcmungeachtethaßte, wie ein Hund einen ander» Hund haßt, nicht nurwenn er ihm seinen Knochen nimmt, sondern wenn er ihnnur anfieht.
Plötzlich aber ward Simon krank. Sein Alter machteseinen Tod wahrscheinlich. Er wurde bettlägerig — seinAthen, wurde schwächer und schwächer — er schien todt.Fanny, ohne alle weitere Gedanken, saß wie gewöhnlichan seinem Bett, und hielt den Athen, an, um ihn nichtaufzuwecken. MrS. Borer eilte nach dem Schreibtisch —ste schloß ihn auf—ste konnte das Testament nicht finden;— aber sie fand drei Säcke voll glänzender alter Gui-neen; der Anblick bezauberte ste. Sie leerte ste aus ausdem befleckten grünen Tuch deS Schreibtisches — ste fingan, sie zu zählen; und in diesem Augenblick wachte der alteMann, als wäre ein geheimes magnetisches Verhältnißzwischen ihm und den Guineen, aus seiner Betäubungauf. Seine Blindheit ersparte ihm den Schmerz, dervielleicht tödtlich auf ihn gewirkt hätte, die unheiligeProfanation zu sehen; aber er hörte das Klingeln desMetalls. Schon dieser Klang gab ihm seine Kraft wieder.Aber die Schwachen und Kranken sind immer schlau —