Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Kloster hatte sie gar gerne die kindischen Reime hergesagt,mit welchen man sie in Schlaf zu lullen oder zu unterhal-ten gesucht, aber jetzt war dieser Geschmack noch stärkerentwickelt. Sie brachte jedoch in sinnloser und bunter Un-ordnung die verschleimen Liederverse und Stücke, die ihrzu Ohren kamen, untereinander, und verwob sie auf eineArt, die ihr verständlich, allen Andern aber Kauderwelschwar; und oft, wenn sie allein durch die grünen Hecken-wege oder durch die geräuschigen Straßen ging, wandtensich die Vorübergehenden halb mit Mitleid halb mit Be-sorgnis! um, zu lauschen, wie sie Verse halb sang,halb murmelte, die nur einer verirrten und verwirrtenPhantasie anzugehören schienen. Und da Mrs. Borer beiihren Besuchen in de» verschiedenen Läden der BorstadtSorge trug, ihr hartes Schicksal zu beseufzen, daß Ihrdie Wartung und Pflege eines so offenbar mondsüchtigenGeschöpfs obliege, war es kein Wunder, daß das Wesenund die Gewohnheiten des Kindes, verbunden mit ihrerseltsamen Neigung, den Kirchhof zu besuchen, die mannicht selten bei Personen von schwachem und zerrüttetemGeist findet, diese Aussagen und Ansichten von ihr be-stätigten.

So wenn sie lustig und leicht über die Straßen undPlätze trippelte, pflegten die Kinder ihr auszuweichenund mit abergläubischer Furcht gemischt mit Verachtungzu flüstern:Es ist das blödsinnige Mädchen!" Blödsin-nig ! wie viel mehr himmlisches Licht war doch in dieserWolke, als i» den Binsenlichtern, die, in schmutzigen