Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
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Und Miß Fanny will immer Alles für uns thunund arbeiten, wenn wir ihr Blumen geben."

Bruder hat mir gesagt, wohin sie streuen; aberdiese schönen Blumen solche habe ich noch nie gehabt;die bringen ihn vielleicht zurück! Ich will so artig seyu,wenn Ihr mir eine geben wollt nur Eine!"

WillstDu Deine Aufgabe lernen, wenn ich es thue,Fanny?"

Oh! ja! wartet einen Augenblick."

lind Fanny schlich an ihren Pult zurück, legte ent-schlossen das verhaßte Buch vor sich hin, preßte beideHändchen dicht an die Schläfe; Heureka! die rechteSaite war berührt; und Fanny schritt im Triumphedahin durch eine halbe Colonne feindlicher Doppelsylben!

Von diesem Tag an wußte die Lehrerin, wie ste an-feuern, und Fanny lernte lesen; der Pfad des Wissensward ihr so im buchstäblichen Sinne mit Blumen bestreut!Catharine! Deine Kinder waren fern, aber Dein Grabprangte in heiterem Schmucke!

Es war ganz natürlich, daß jene kurzen und ein-fachen Reime, oft religiösen Inhalts, die in den Schulenzur Uebung des Gedächtnisses hergesagt werden, einenTheil ihrer Studien ausmachten; und nicht sobald hatteder Klang von Versen ihre Phantasie berührt, als auchdadurch aufs Neue alle ihre Sinnen und Empfindungenverwirrt und aufgestört zu werden schienen. ES war wiedie Musik eines Lüftchens, nach welcher all die jungenBlätter einer wilden Pflanze tanzen und zittern. Schon im