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so viel Einsicht hatte, um zu entdecken, welche Saiten an-geschlagen werden mußten au dem Instrument, über wel-ches sie mit ihrer ungeschickten Hand so plump hinfuhr— eines Tags, sagen wir, hatte sich zufällig die Lehrerinangekleidet zu einer Taufe in der Vorstadt, wozu sie gebe-ten war; und demgemäß wurden die Schülerinnen nachden Morgenstunden entlassen, und sollten NachmittagsFeiertag haben. Als jetzt Fanny, als die Letzte, kam, mitihrem trostlosen NBCBuch, blieb sie plötzlich stehen, undihre Augen hasteten voll Begierde auf einem großen Bou-quet ausländischer Blumen, mit welchem die gute Frau(sie war mager) den Mittelpunkt des übereinander geschlag-nen Tuches belebte, dessen gelbe Gaze züchtig jene» zartenVestandtheil weiblicher Schönheit verhüllte, welchen schonDichter mit Schneehügcln verglichen haben — ein frosti-ges Gleichniß! Es war Herbst, und Feld- und selbst Gar-tenBlumen wurden seltner.
„Wollt Ihr mir wohl eine von diesen Blumen ge-ben?" sagte Fanny, und ließ ihr Buch fallen.
„Eine von diesen Blumen, Kind! warum?"
Fanny antwortete nicht; aber eines von den älterenund verständigeren Mädchen sagte:
„Ach, sie kommt von Frankreich, wißt Fhr, Mada-me, und die Römischen Katholiken streuen Blumen undBänder und Sachen auf die Gräber; wißt Ihr, Madame,wir lasen gestern von pci-o-Ia-LImise?"
„Nun, was weiter?"