Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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denn die am kältesten gegen das Kind, find oft am zärt-lichsten gegen den Enkel. Ihr gegenüber schlief selbst seinGeiz. Leckereien, zuvor nie gesehen auf seinem sparendenTisch, wurden bestellt, um ihren Appetit zu reizen;Spielzeugläden geplündert, um fle aus ihrer Gleichgül-tigkeit zu wecken. Lang jedoch stand es an, bis er es übersich vermochte, seinem Versprechen gegen Morton nachzu-kommen und sich ihrer Gegenwart zu berauben. Endlichjedoch, ermüdet durch der Mrs. Borer Wehklagen überihre Unwissenheit, und selbst auch beunruhigt wegen eini-ger Anzeichen ihrer Ungeschicklichkeit, die ihn zittern mach-ten bei dem Gedanken, was wohl ihre Zukunft werde»dürste, wenn fie allein im Leben stehe, brachte er sie in eineElementarschule in der Vorstadt. Hier rechtfertigte Fannyeine geraume Zeit die stärksten Behauptungen und Klage»über ihre Dummheit. Sie konnte nicht zwei Minuten nacheinander ihre Augen auf das Blatt heften, auf dem siedie Mysterien des Lesens erlernen sollte; Monate vergnü-gen, bis sie das Alphabet inne hatte, und nach einem Mo-nat hatte sie es wieder vergessen, und die Arbeit begannvon Neuem. Das Einzige, worin sie Talent zeigte, wennman es so nennen darf, war die Handhabung der Nadel.Die Schwestern im Kloster hatten sie schon manche hübscheStücke in dieser Kunst gelehrt, und als sie merkte, daß siein der Schule bewundert wurden- daß sie gelobt stattgetadelt wurde da ward ihre Eitelkeit geschmeichelt, undsie lernte so leicht Alles, was man sie in dieser nicht unein-träglichen Fertigkeit lehrenkonnte, daß Mrs. Borer schlauer-