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war, vermißte man fie; sie war nicht in dem Hause, nochin dem trübseligen Hof, in den man sie manchmal gehenund dort spielen hieß — was sie jedoch nie that. Ingroßer Unruhe und Angst beschuldigte der alte Mann MrS.Borer, sie weggelockt zu haben, und drohte und donnerte solaut, daß das Weib, sehr ungern, fortging, sic zu suchen.Endlich fand sie das Kind auf dem Kirchhof, ernst sinnendan einem Grabe stehend.
„Was macht Ihr hier, kleine Here!" sagte MrS. Bo-rer, sie rauh am Arme packend.
„Das ist der Weg, wo sie Beide einst wieder kom-men werden. Ich träumte so."
„Wenn ich Dich je wieder hier treffe!" sagte dieHaushälterin; und sich mit der einen Hand die Stirne wi-schend, schlug sie sie mit der andern. Fanny war nie vor-her geschlagen worden. Sie bebte in Angst und Bestürzungzurück; und zum ersten Mal seit ihrer Ankunft brach sie inThränen aus.
„Komm — komm — kein Geheul! und wenn Du'sdem Herrn sagst, so schlage ich Dich halb todt!" Mitdiesen Worten nahm sie Fanny auf ihre Arme; schritt,scheltend und drohend mit ihr auf und ab, bis sie vorAngst das Weinen unterdrückte, kehrte dann triumphirendins Haus zurück, stürzte in das Wohnzimmer, und rief:„Das ist das liebe Herzchen, Sir!"
Als der alte Simon erfuhr, wo das Kind gefundenworden, war er froh, denn es war seine beständige Ge-wohnheit, so oft der Abend schön war, auf diesen Kirchhof