Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
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einen Lumpen an, aber ich will geschwind die Thüre auf-inachen."

Verzeih mir," stöhnte der Leidende.Verlaß micheben!"

Armer Mensch! vielleicht quälte ihn in diesem Au-genblick das Gefühl ihrer Unfreundlichkeit empfindlicher,als der heftige Husten, wo er bei jedem Anfall Blut auS-warf. Er hatte sie nicht gerne so nahe bei sich, aber erschalt sie nicht. Noch einmal sage ich: armer Mensch!

Die Frau machte die Thüre auf, ging auf die qndreSeite der Stube, setzte sich auf einen alten Schrank, undfing an, ein altes Halstuch zu flicken. Das Schweigen warbald unterbrochen durch das Stöhnen des rasch dem TodeEntgegengehenden, der wieder, indem er sich herüber undhinüber warf, mit verzehrten, bleichen Lippen murmelte:

Ich ersticke! Lust!"

Dieser Bitte ließ sich nicht widerstehen; sie war sogarwie eine letzte! Das Weib legte die Nadel weg, warf sichdas Tuch um den Hals und öffnete das Fenster.

Fühlst Du Dich jetzt leichter?"

Sey gesegnet Marie, ja; das ist gut gut. Eserinnert mich an alte Zeiten diese frische Luft; ehe wirnach Paris kamen. Ich wollte, ich könnte jetzt für Dicharbeiten, Marie!"

Jean! mein armer Jean!" sagte die Frau, und seineWorte und seine Stimme führten ihr sich verhärtendesHerz zurück zu den frischen Gefilden und den zärtlichenEmpfindungen der Vergangenheit. Und sie schritt auf das