ihre Stirne und sie seufzte unwillkührlich. Einmal sagtedie junge Frau, Madame d'Anville, sich ihr schüchternnähernd:
„Ach, meine holde Cousine, wann werden wir Euchso glücklich sehen, wie wir cs sind? Es ist ein solchesGlück/' führ sie unschuldig und mitErröthen fort, „Mut-ter zu seyu! — Das Kleine Leben, das Einem ganz gehört!es ist Etwas, an das man allstündlich denkt!"
„Vielleicht," sagte Eugenie lächelnd, und bemühtdies Gespräch abzulenkcn von einem Gegenstand, der zunahe Gefühle und Gedanken berührte, welche ihr Stolznicht kund werden zu lassen wünschte, — „vielleicht sepdalso Ihr es, die unfern Cousin, den armen Monsieur deVaudemont, so entschlösse» gemacht, sich zu vermählen?Bitte, seyd vorsichtiger mit ihm! Wie schwer ist es mirgeworden zu verhindern, daß er nicht in unsre Familieeine Person brachte, die uns Alle lächerlich gemacht hätte!"
„Wahr!" sagte Madame d'Anville lachend. «Aberder Chevalier ist ja so arm und verschuldet. Er verliebtesich nicht in die Demoisellc, sondern in das Heirathgut.^ xroxos hievon, wie geschickt habt Ihr seine prahlerischeErklärung benützt, um seine liaisons mit jenem kuroau<lo mai'iaxe abzubrechen!"
„Ja; ich gratulire mir selbst zu diesem Manöver.So unangenehm es war, in ein solches Haus zu gehen(denn natürlich konnte ich Monsieur Love nicht hieher kom-men lassen,) so wäre es doch noch weit unangenehmer ge-wesen, eine solche Madame de Vaudemont zu empfangen,