„Ich Hab' es gesagt," sagte Morton, ruhig die Armefaltend; „Ich sage es Euch ins Gesicht, obgleich ich Euchheimlich verlassen könnte. Seht mich nicht mit Stirnrun-zeln an, Mann des Blutes! Ich bin so furchtlos wie Ihr!In einer Minute bin ich fort!"
„Ha! steht es so!" sagte Gawtreh, und schaute sichim Zimmer um, welches zwei Thüren hatte; die eine da-von, durch die Bettvorhänge versteckt, stand in Verbin-dung mit der Treppe, auf welcher sie gekommen waren,die andere mit der Mündung der gewöhnlichen Haupt-treppe; er wandte sich nach jener, die ihm ganz nahe war,schloß sie ab und steckte den Schlüssel in seine Tasche, unddann über dis andere einen schweren eisernen Riegel wer-fend, welcher mit Knarren in seine Höhlung fuhr, stellteer sich mit seiner riesenhaften Masse vor die Schnelle, undbrach in sein lautes, trotziges Gelächter aus: „Ho, ho!Knecht und Narr! einmal mein, wäret Ihr mein, mitLeib und Seele für immer!"
„Versucher! ich biete Euch Trotz! tretet zurück!"Und fest und unerschrocken legte Morton seinen Arm an desRiesen WamniS.
Gawtrey schien mehr erstaunt als entrüstet. Er sahseinen kecken Stubengenossen scharf an, auf dessen Lippennur kaum erst der Flaum sich färbte.
„Knabe!" sagte er, „hinweg! wecke nicht wieder denTeufel in mir! Ich könnte Dich mit einem Druck meinesArms zermalmen!"
„Meine Seele kräftigt meinen Körper und ich bin