Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
56
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wo er stand, baß er der Gegenstand ihres Gespräches war.Jetzt erwachte in ihm Plötzlich wieder das Bewußtsein sei-nes zerlumpten Aufzugs, und mit einer natürlichen Schaam in der Besorgniß, ihre Menschenfreundlichkeit und Wohl-thätigkeit möchte sich auch auf ihn ausdehnen mur-melte er ein hastiges Lebewohl gegen den Arbeiter, undeilte, ohne einen weitern Blick auf den Wagen, fort.

Noch hatte er aber kaum einige Schritte gemacht, alsdie Frau athemloS ans ihn zu lief;Madam de Mervillewünscht Euch zu sprechen, Herr!" sagte sie, mit mehrAchtung, als sie bisher in ihrem Benehmen gegen ihn ge-zeigt hatte. Philipp blieb einen Augenblick stehen, undschritt dann weiter.

Es muß ein Mißverständniß seyn," sagte er hastig.Ich habe kein Recht, eine solche Ehre zu erwarten."

Er eilte über die Straße, erreichte die entgegenge-setzte Seite, und verschwand der Madame de Merville ausden Augen, ehe die Frau den Wagen wieder erreichte.Aber immer noch drängte sich das ruhige, bleiche und et-was schwermüthige Angesicht seiner Seele auf, und wieer wieder durch die Stadt wanderte, bestürmten süße undholde Phantasteen in bunter Verwirrung sein Herz. Andiesem milden Sommertage, denkwürdig durch so manchestumme aber wichtige Ereignisse in jenem innern Leben,welches die Katastrophen des äußern vorbereitet, wiein der Region, von welcher Virgil singt, die Gebilde derMenschen, die später geboren werden sollen, ruhen oderschweben an diesem milden Sommertage hatte er, dies