Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
55
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und machte eine ehrerbietige Verbeugung mit dem Kopfgegen einen offnen Wagen, welcher vorbeikam und sehrlangsam der Stadt zufuhr.

Madame de Merville!" wiederholte der Mann, eben-falls aufstehend und die Mütze abnehmend.Ha! gegendie habe ich Nichts einzuwenden!"

Morton schaute tnstiuktmäßig nach dem Wagen, underblickte ein schönes Gesteht, das steh anmuthig umwandte,um die stummen Begrüßungen des Arbeiters und seinesWeibes zu crwiedern ein Angesicht, das ihm oft in sei-nen Träumen vorgsschwebt, obwohl es in neuern Zeitenhinter ernsteren und trüberen Gedanken zurückgetreten war das Angesicht der Unbekannten, die er auf dem BureauGawtrehs gesehen, als dieser Ehrenmann noch einen süßer-lantenden Namen trug. Er fuhr auf und wechselte dieFarbe; die Dame selbst schien ihn jetzt plötzlich wieder zuerkenne»; denn ihre Blicke begegneten sich und sie neigtesich lebhaft vorwärts. Sie zog die Schnur für den Kut-scher an der Wagen hielt sie winkte der Frau desArbeiters, welche auf die Straße hinaustrat.

Ich habe einmal für diese Dame gearbeitet," sagteder Mann im Tone des Gefühls;und als mein Weib imletzten Winter erkrankte, bezahlte sie die Aerzte. Ach, sieist ein Engel an Menschenliebe und Freundlichkeit!"

Morton hörte diese Lobsprüchc kaum, denn er merktean dem lebhaften, fragenden Ausdruck im Gesicht der Ma-dame de Merville, und an der überraschten Art, womit desArbeiters Ehehälfte den Kopf nach dem Platz zurückwandte,