von der Flüssigkeit trank, als ein Reitknecht einem Pferdezu geben geschaudert haben würde — seine Angen zu einemhalbstündigen Schläfchen schloß, und kalt, nüchtern undgesammelt answachte, als hätte er ganz nach den Vorschrif-ten eines Sokrates oder Eornaro gelebt!
Doch um zu Morton zurückzukehren — es war, wiegesagt, seine Gewohnheit, so viel als möglich die Theil-nahme an dem guten Leben seines Genossen zu meiden;und jetzt, wie er die Ommgs-IN^sces betrat, sah ereine kleine Familie, bestehend aus einem jungen Hand-werker, seiner Frau und zwei Kindern, die mit jener Nei-gung zu harmloser Erholung, welche noch jetzt die Fran-zosen charäkterisirt, einen Feiertag für Gewerbe sich zuNutze gemacht hatten, und ihr einfaches Mahl im Schattender Bäume verzehrten. War cs nnn Hunger oder Neid —Morton blieb stehen und betrachtete die glückliche Gruppe.Anfdcr Straße rollten dahin die Equipagen und stampftendie Pferde derjenigen, für welche das ganze Leben einFeiertag ist. Dort war rie Lust — unter diesen Bäumendas Glück. Eines von den Kindern, ein kleiner Knabe vonetwa sechs Jahren, der die Haltung und den Blick desstehenbleibenden Zugvogels bemerkt hatte, lief auf ihn zu,hielt ihm ein Stück Kuchen von grober Beschaffenheit ent-gegen, und sagte in herzgewinnendem Tone: „Nehmt —ich habe genug gehabt!"
Das Kind errinnerte Morton an seinen Bruder —sein Herz schmolz ihm im Leibe — er hob den jungen