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Julie, sv tief zu empfinden vermogte, welch namenlosesElend würde alsdann nicht über mich gekommen seyn!
Am anderen Morgen schrieb ich ihr gemäßigt undfreundlich/ doch solcher Ton ließ den Stachel nur nochtiefer in die Wunde dringen! Ich sagte ihr für immerLebewohl- Ihrer Schwester schrieb ich ansführlicher-Jch sagte, daß Juliens Gemüthsart und die meinigedurch-aus nicht zusammenstimmten, daß vernünftiger Weisekeines von uns Heil von einer Verbindung zwischen unserwarteii könnte- Ich bat sie, die Schwester nicht zuüberreden oder zu vermögen ihren früheren Bewerber zuehelichen, sobald Julie nicht selbst Neigung dazu äußerte.Wen immer sie heiratheil mögte, setzte ich hinzu, sv sollteihre reiche Ausstattung meine Sorge seyn- SonderZweifel, ließ ich cinfiießen, würde wach kurzer Frist einAnderer ihr eben so theuer seyn, als ich mir eingebildethätte, daß ich es wäre. „Lassen Sie also, Madam,"schloß ich, „Ungleichheit des Vermögens kein Hindernißeiner neuen Wahl für Ihre Schwester seyn, den» mitFreuden will ich mein halbes Vermögen zur Buße fürjegliche Vekümmerniß geben, die ich etwa verursacht oderveranlaßt habe-"
Durch diesen Brief glaubte ich mein Gewissen völligberuhigt; und doch war dieser Brief mir von einem Teufeldictirt worden, der tausendmal mehr Satan war, alsAsmodens es jemals hat seyn könne». Geburtsstvlz —Geldstolz — Wissenshvfsart waren die Quellen, aus dermein jüngstes Verfahren gegen Julie hervorging —