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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

O Asmodens!" rief ick), als ich mit dem Teufelden Condltorladen verließAsmodens, welch ein köst-licher Abend! Wer sagt, daß eine große Stadt nicht ebenso viel Poetisches in sich hat, als ein einsames Gestld,oder ein stilles Stromufer, oder ein schattiger Hain, odereine schauerliche Waldschlucht? Die Stille auf diesen ge-waltigen Märkten der Industrie und des VergnügensdasGeheimniß, das sich über all die verschlossenen Häuserbreitet die verhüllten Gestalten, die dann und wanndurch die Gassen schweben! Und wandern wir nun ausdiesen vornehmen Stadtvierteln in das Düster der Neben-gänge und der Vorstädtewelche Mischung LonArmuth,Laster, Verbrechen und Verzweiflung erblicken wir! Dannund wann sieht man ein Licht in einer Dachkammer schim-mern ein einsames, mattbrennendes Licht! Wie oftbin ich stehen geblieben, und habe solches Licht betrachtet,und die seltsamsten Muthmaßungen darüber in mir aus-steigen lassen! Leuchtet es dem tiefen Studium irgendeines armen Gelehrten, der durch seine Schriften die Weltentzückt, und seinen Verlegern die Lonisd'ore zuwirft,damit sie und ihre Geschäftsgenvssen eine prunkende Buch-händlerbörse ausbauen, während die entzückte Welt undder geldreiche Verleger ihn darben lassen? Leuchtet dasstille Flämmchen einer bangwachenden Mutter am Bett-chen ihres sterbenden Säuglings? oder einer liebebethörte»