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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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Mademoisell" begann ich mit jener Höflichkeit,in der der bitterste aller Vorwürfe liegt.

Mademoiselle?" wiederholte Julie und wendete sichrasch zu mir. Ihre Lippen waren halb geöffnet ihreAugen blitzten durch ihre Thronen Unruhe, Beküm-merniß, aber auch Unwille zuckten in jeder ihrer Gesichts-muskeln.

Ist es dahin gekommen?" sagte sie.Geh! Laßuns scheiden. Meine Liebe hört auf, da ich sehe, daßdie Deinige ein Ende nahm. Wärst Du zwiefach so reich,zwiefach so vornehm, als Du es bist, mögte ich doch nim-mer mich so sehr demnthigen, daß ich nur von DeinerGerechtigkeit, nicht aber von Deiner Liebe abhinge!Lieber lieber, o Herr des Himmels^! Lieber mögte ichDir mich ganz hingegeben haben, als daß ich irgendeinen Vortheil von einem Manne annehmen sollte, derda wähnt, er erzeige mir eine besondere Ehre durch seineLiebe. Laß uns scheiden!"

Offenbar hatte Julie das Wort, dessen ich mich ausKälte und Bitterkeit bediente, sowohl als einen Spottgegen ihren niederen bürgerlichen Stand, wie als eine»Beweis von Kaltsinn aufgefaßt; ich aber ließ mir nichtZeit zu erwägen, ob sie mit Stecht oder Unrecht aufge-bracht war. Ihr Verschmähen des Opfers, das ich fürso groß ansah, erbitterte mich durch die Heftigkeitihres Zornes ward ich empört, so daß ich nur an denAusweg dachte, den sie selbst mir gezeigt hatte.Laßuns scheiden!" diese Worte klangen mir im Ohr, wie