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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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mir nvch kein Gedanke an Heirath erweckt worden war,hatten jene Fehler mich nicht weiter berührt warenvon mir gar nicht wahrgenommen worden; jetzt sah ichanders schärfer peinlicher. Als ich bei Juliennichts als ihre Liebe und ihre Schönheit nachsuchte, be-gnügte ich mich damit, nichts mehr als das zu fordern;jetzt suchte ich mehr, denn Julie sollte die Gefährtinmeines Lebens werden, und ich ward beunruhigt, ja so-gar verdrießlich über die kleinlichen Ursachen meines Miß-fallens; eine Unziemlichkeit im Redeausdruck, eine Ver-nachlässigung conventivnellcr Förmlichkeiten ärgertenmich an Julien ungleich mehr, als sie es an irgend einemMädchen meines Standes gethan haben würden.

Fängt die Liebe erst au zu klügeln, so wird sie nurallzubald ungerecht. Ich trug kein Bedenken, Julienalles das vorzuwerfen, was den Tag hindurch mich anihr und ihrem Wesen oder Benehmen verdrossen hatte,und fand nun, daß sie meine Anmahnungen, so mild undgemäßigt ich diese auch laut werden ließ, keineswegs soanhörte, als es zu erwarten ich berechtigt zu sepn glaubte.Julie war daran gewöhnt worden, mich in jedes-ihrerWorte, in jede ihrer Geberden verliebt zu sehen sowar ihr inein Kritteln und Splitterrichten eben so auf-fallend als unangenehm sie konnte ihren Unwillen dar-über in ihren Mienen nicht verbergen, und glaubte be-ständig, ich hätte Unrecht und fand mich grämlich, unge-recht und gebieterisch. Anfänglich äußerte sie diesen Un-willen nicht in Worte», sondern warf blvs die Lippe aus,