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würde schließen können, und mit Juliens Liebe vermischtesich offenbar eine Theilnahme an der Freude über derenAussichten Betreffs ihrer. Was hätte auch natürlicherseyn können? Vielleicht herrschte die Liebe vor, aber wares möglich, daß in einem jugendlichen, phantasiereichenGemüthe alle weltliche Rücksichten gänzlich schlummerten?Eben so natürlich aber war es auch, wenn mein Ver-dacht rege ward — wenn ich fürchtete, daß mau michtäuschte — daß man mich absichtlich zu diesem Schrittegeleitet hatte — daß das, was in Julien Natur zu seynschien, dennoch Kunst wäre!
Ich blickte dem Mädchen in's Antlitz, und die son-nige und schöne Ausrichtigkeit in demselben scheuchte mei-nen Argwohn — allein gleich darauf drängte sich diesermir von neuem in die Seele. Mir fielen Beispiele vonungleichen Verehelichungen ein, und mich dünkte, ichsähe Unglück in allen — immer schien es nur als wärein ihnen derjenige Theil betrogen worden, der dem an-deren Theile an Geistesfähigkeiten überlegen war. Solagerte sich allmälig eine Kälte auf mein sonst so glühen-des Wesen, und statt jener gesegneten Gedankenlosigkeit,jener elysäischen Leichtgläubigkeit, womit Liebende sichdem Entzücken der Stunde billig hingeben und in demgeliebten Gegenstände den Inbegriff aller Vollkommen-heiten wahrnehmen sollten, beschlichen mich Unruhe undBesorgniß. Nicht unbeachtet ließ ich an Julien tausendDinge, die mich erschreckten, wenn ich dachte, daß ich siean meiner Gattin würde wahrnehmen müsse«. So lange