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ging ich 'zu Miß Juliens Muhme in der "straße, undfragte, ob sie nicht ein Päckchen au ihre Cousine zu be-stellen hätte. Miß Anna verstand mich, und gab mireine Schachtel. In diese schvb ich Ihren Brief, erspä-het« die Magd im Hanse der Wittwc, und beförderte sodurch Jenny's Wohlwollen, das ich mit einer halbenGuinee ersäufte, Ihr Schreiben. Auch brachte Jennymir die Antwort herunter."
In dieser Berichterstattung war nichts enthalten,woraus ich auf dasjenige Zimmer hätte schließen können,welches von Julien bewohnt ward, dies Zimmer aber zuerkunden, war jetzt mein Hauptzweck. Inzwischen ver-trant' ich dem Scharfsinn und der Verschlagenheit mei-nes Dieners und meinem eigenen guten Glücke. DasHaus war ein Eckhaus, dessen eine Seite lang und alt-modisch in eine wenig besuchte Straße hineinzog, mit deranderen Seite aber an einen breiten, gewühlvollen Platzstieß. In ersterer ging ich, ohne Verdacht zu erregen,auf und ab, und gewahrte endlich im oberen Stock plötz-lich ein picht schimmern, und dann erschien Julia selbst,wiewohl nur einen Augenblick am Fenster. Deutlich er-kannte ich ihr liebliches Profil, ihr gescheiteltes Haar —sie zog die Vorhänge zu, und nun war Alles wieder dun-kel und öde. Das also war ihr Zimmer, wenigstenshatte ich Ursache, dies zu mnthmäfien. Wie aber in jenesZimmer gelangen? Das war jekt die Frage. Stricklei-tern finden sich nur in Romanen und Komödien, der Po-lizeidiener und der Vorübergehenden gar nicht zu gedenken!