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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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Pein ich diese meine Zusage halte. Nicht habe ich je-mals gedacht, daß es mir unmöglich seyn würde Dichzu vergessen, und daß ich so unglücklich werden würde,als ich es jetzt bin. Allein, wenn ich mir auch nichtgestatte das zu lesen was Du an mich schreibst, so weißich doch, daß jedes der Worte in Deinem Briese vollFreundlichkeit ist. So fühl' ich mich, als hätte ichDeinen Brief wirklich gelesen, und sündig glücklichmacht es mich zu denken, daß Du mich noch nicht ver-gessen hast, welches Du jedoch bald wirst müssen. Ichbitte Dich, schreibe mir nicht wieder, so Dir der ge-ringe Frieden theuer ist, der mir noch blieb, lind so-mit nichts mehr von Julien, die täglich und nächtlichfür Dich betet und Deiner gedenken wird, so lange sielebt."

Was sollt' ich nach dem Empfange dieses Schreibensthun? So arglos war Julie, daß jedes ihrer Worte, dasmich hätte bewegen sollen sie nie mehr zu bestürmen,mich nur noch mehr antrieb, dies zu thnn! Welche Ueber-einstimmung aber boten ihre Zeilen auch mit dem wasAnnchen mir gesagt hatte! Ich wartete bis es dunkelte,dann begab ich mich mit meinem Diener in die Straße,in welcher Julie mit ihrer Schwester wohnte. Ich um-schlich das Haus. -

Wie stelltest Du's denn an, meinen Brief in ihreHände zu befördern, Louis?" fragte ich jetzt erst meinenDiener.

Ei nun, Sir," versetzte der Gefragte;zuerst