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mußte! Bei alldem sind dle Muthigsten unter uns oft diefeigsten Creaturen; sie beben vor einer Scheußlichkeit,die sich ihnen nicht verleugnete, zurück, aber das ge-schminkte, das vermummte, das verlarvte Laster findensie schön, sie tändeln, sie buhlen mit ihm und fahren nmso sicherer zu — allen Teufeln!
Asmodeus grinscte bei meinem Entzücken, daß mirhätte die Seele aus dem Leibe fahren mögen.
„Mäßige Dich, thcnrer Freund," sagte der Dämon.„Was denkst Du eigentlich zu thnn? Bist Du gesonnenDich in diese Liebschaft zu versenken oder nicht?"
„Versenken? Liebschaft?" entgegnete ich — „Pah!ich will Julie besuchen."
„Was die Folgen davon betrifft, so wasche ich meineHände," sagte Asmodeus.
„Siehst Du denn diese Folgen vorher?" fragte ich.
„Es verlautet ln unserem Vertrage nichts davon,daß ich verpflichtet bin, solche Frage zu beantworten,"antwortete der Teufel; „allein sucht nicht jede Creatur,die nicht Grütze statt Gehirns im Schädel bat, solcherThorheiten unabwendbares Ende vorher? Denke doch andie alte Fabel vom thünernen und goldenen Kruge, diestromabwärts trieben. Der thönerne Krug war so stolzans seinen Reisegefährten, allein.die erste Welle, durchdie er mit diesem in wirkliche Berührung gebracht ward,zersplitterte ibn in tausend Scherben!"
„Was fürRhodvmontaden, Asmodeus! Was habenthönerne und goldene Krüge mit mir und Julien zu thnn?"