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früher starb als er, hatte ihm drei Töchter hinterlaffen,von denen Annchen die älteste war. Oft hatte ich vonden Körperreizen dieser Töchter gehört, die jedoch vomVater ziemlich eingezogen nnd so jeder Versnchnng ferngehalten worden waren. Jetzt sah ich sie, und fand sie,wie schon gesagt, anfgeweckten Gemüthes, aber dennochschuldlos. Die unvollkommene Erziehung, die sie erhal-ten hatten, dabei der Mangel mütterlicher Fürsorge, unddas Nnhäusliche in der Lebensweise ihres Vaters hatteihnen Hang zu Frohsinn, Belustigung und Abenteuerlich-keit eingeflößt. Sie waren so ganz eigentlich Mädchendanach, um einen alten Gabriel zu sich kommen zu lassen;und den Jrrthnm zu verzeihen, der an dessen Statt ihneneinen jungen Astrologen unterschob.
Aber das vierte Mädchen? Nun, nun, ich beginneschon von ihr!
Denke Dir also, lieber Leser, ein holdes siebenzehn-jähriges Kind mit einem Gesichte das jünger, und einerGestalt die reifer als ihre Jahre war! Welch ein schönesKöpfchen mit schwarzem weichem, seidenem Haar! undwie lieblich geordnet war dies Haar! nicht in jenen nnzü-rechtfertigenden Banmellocken, die zottig über Schläfenund Wangen herabhangcn, sondern zu beiden Seiten ge-scheitelt und geringelt, daß die weiße, durchsichtige Stirnfrei hervortrat und in die Hellen, klarblauen, sangbewim-perten Augen schauen ließ! und welch ein Mund, so frischund jugendlich wie der einer Elfe imZaubermärche», demBlumen in der zartesten Blüthe entsprießen! und Zähne,