rechts und links hin, sie wäre das tugendhafteste Mädchenvon der Welt, und ich brauche also nicht hinzuznfügen,daß sie eben deshalb ein von der Welt im höchsten Gradeverlästertes Frauenzimmer war. Da die junge Dame je-doch vielleicht an der Jugend und dcrNnerfahrenheit ihresAnbeters Gefallen fand, beschloß sie zu beweisen, daß siedie gute Meinung verdiente, die er so arglos von ihr ge-faßt hatte. Sie versagte ihm daher jede Vertraulichkeitaußer der reinsten Freundschaft, nichtsdestoweniger abermachte sie sich kein Gewissen daraus, die köstlichsten Ju-welen, Banknoten, eine Prächtig eingerichtete Wohnung,Wage>t und Pferde und dergleichen von ihm anzunehmen.Beunruhigt über diese verschwenderische Connerion desjungen Mannes, der sein Vermögen von einem Oheimgeerbt hatte, eilen die Verwandten desselben nach derStadt, um ihm die Augen zu öffnen; — vergebens. End-lich thut dies die Dame selbst. Außer seinem tollen Trei-ben mit seiner Liebschaft hatte der junge Mann sich auchdem Spiel ergeben, so daß Ruin ihm in's Antlitz starrt— vcrzwciflungsvoll überläßt er seine Habseligkeiten, unddas Ordnen seiner Geldangelegenheiten seinem Vater,und empfängt dann von der Schauspielerin ein Schreibendes Inhalts: —
'Mein junger Freund.
Ihre llnerfahrenheit hat mich entzückt, und zumDanke dafür will ich Ihnen Weisheit schenken. WissenSie, daß ich alles das bin, was die Welt sagt, daß